MINT-Ausstellung begeistert rund 200 SuS
Zwischen dem 24. Juni und dem 15. Juli richtete das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU ZLB) eine interaktive MINT-Ausstellung in Ingolstadt aus. Nach Voranmeldung nahmen rund 200 Schülerinnen und Schüler aus Ingolstadt und der Umgebung teil.
An fünf interaktiven Stationen für Entdeckerinnen und Entdecker hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, unterschiedliche MINT-Themen praktisch kennenzulernen, selbst zu experimentieren und eigene Lösungswege auszuprobieren:
An der Green-Screen-Station gestalteten die Kinder zunächst ein eigenes Szenario mit Lego-Figuren. Dieses wurde anschließend mithilfe eines Tablets aufgenommen und über den Green Screen in verschiedene digitale Hintergründe eingebettet. So konnten die Schülerinnen und Schüler auf anschauliche Weise erfahren, wie Bild- und Videomaterial digital bearbeitet wird und welche kreativen Möglichkeiten moderne Medientechnik bietet.
Der Selbstlernkurs „Das Internet entdecken“ vermittelte grundlegendes Wissen über die Funktionsweise des Internets. Die Kinder setzten sich unter anderem damit auseinander, welche Möglichkeiten das Internet eröffnet, was eine IP-Adresse ist und wie man Fakten von Meinungen unterscheiden kann. Die Inhalte konnten selbstständig und im eigenen Lerntempo bearbeitet werden.
Auch naturwissenschaftliche Fragestellungen waren Teil der Ausstellung. An der Bionik-Station beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Aufbau von Bienenwaben. Ausgehend von der Frage, warum die Waben so stabil sind, führten sie ein eigenes Experiment durch und untersuchten, welche Vorteile diese Struktur bietet. Dabei wurde sichtbar, wie technische und mathematische Lösungen von Vorbildern aus der Natur inspiriert werden können.
Räumliches Vorstellungsvermögen und genaues Beobachten waren an der Tangram-Station gefragt. Mithilfe geometrischer Formen sollten unterschiedliche Figuren und Vorlagen nachgelegt werden. Die Aufgaben förderten nicht nur das räumliche Denken, sondern auch Konzentration, Ausdauer und kreative Problemlösefähigkeiten.
An einer weiteren Station erhielten die Schülerinnen und Schüler mit den Blue-Bot-Lernrobotern einen ersten Einblick in die Grundlagen des Programmierens. Durch das Eingeben einfacher Befehlsfolgen konnten die kleinen Roboter gezielt über Spielfelder gesteuert werden. Die Kinder mussten dabei Bewegungsabläufe planen, ihre Eingaben überprüfen und bei Bedarf korrigieren. Auf diese Weise lernten sie spielerisch grundlegende Prinzipien wie Reihenfolge, Orientierung und logisches Denken kennen.
Gerade technische Materialien und Geräte wie der Green-Screen oder die Blue-Bots stehen im Schulalltag nicht immer jeder Schule zur Verfügung. Die Ausstellung bot den Schülerinnen und Schülern daher die Möglichkeit, neue Lernmedien kennenzulernen und eigene Erfahrungen damit zu sammeln.
Die Veranstaltung stieß insgesamt auf großes Interesse. Die beteiligten Lehrkräfte gaben durchweg positive Rückmeldungen und betonten, dass der Bedarf an praxisnahen und niedrigschwelligen MINT-Angeboten weiterhin hoch sei. Besonders die Verbindung aus selbstständigem Arbeiten, spielerischem Lernen und dem direkten Umgang mit digitalen und technischen Materialien wurde positiv hervorgehoben.
Auch die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Eindrücke in einer abschließenden Reflexionsrunde äußern. Dabei zeigte sich, dass vor allem die abwechslungsreichen Stationen und die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, gut ankamen. „An jeder Station war zu spüren, wie viel Freude die Schülerinnen und Schüler am Entdecken und Ausprobieren hatten. Das Feedback hat bestätigt, dass wirklich für alle etwas dabei war – der Spaß lag förmlich in der Luft“, so Laura Kovac, zuständig für das Projekt am KU ZLB.
Die MINT-Ausstellung des KU ZLB im Rahmen von „Servus MINT“ zeigt, wie groß die Neugier und Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Themen sein kann, wenn diese anschaulich, praktisch und altersgerecht aufbereitet werden.
Ein besonderes Anliegen von Servus MINT ist es, MINT-Bildung allen Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen und die Vielfältigkeit von MINT aufzuzeigen. So war der Besuch der Ausstellung kostenfrei. Zukünftige Angebote befinden sich bereits in Planung.

