MINT erlebbar für ALLE
MINT für alle: Servus MINT beim Weltflüchtlingstag 2026 in Eichstätt
Beim Weltflüchtlingstag in Eichstätt am 27.06.2026 zeigte das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU ZLB) mit einem Mitmachstand, wie niedrigschwellig, kreativ und verbindend MINT-Angebote sein können. Kinder und Familien mit unterschiedlichen Hintergründen waren eingeladen, naturwissenschaftliche und technische Themen spielerisch auszuprobieren.
Der Weltflüchtlingstag in Eichstätt wurde vom engagierten Eichstätter Saleem Zmarial initiiert und organisiert, der selbst Fluchterfahrung hat. Die Veranstaltung bot Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben. Auch das KU ZLB beteiligte sich mit einem offenen Angebot für Kinder und Eltern und machte deutlich: MINT ist für alle da – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Vorerfahrung.
Am Stand selbst haben mehr als 50 Kinder die Gelegenheit genutzt, fünf verschiedene Stationen ausprobieren. Besonders beliebt war die Papierflieger-Station. Dort falteten die Kinder nach Anleitungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden eigene Papierflieger, gestalteten sie kreativ und warfen sie anschließend durch die Öffnungen einer Punktewand aus Karton. Viele Kinder brachten bereits eigene Erfahrungen im Falten von Papierfliegern mit und versuchten so, den High-Score zu knacken.
Ein weiteres Highlight war das Kaffeefilter-Farben-Experiment zur Chromatographie. Die Kinder bemalten Kaffeefilter, tauchten sie in etwas Wasser und beobachteten, wie die Farben verliefen und sich veränderten. Nach dem Trocknen entstanden daraus bunte Schmetterlinge oder Bäume. Auch freies Malen wurde sehr gerne angenommen und bot den Kindern zusätzlichen Raum für eigene Ideen.
Die Rückmeldungen zeigten, wie gut das Angebot angenommen wurde. Neben den Kindern beteiligten sich auch ihre Eltern interessiert an den Aktivitäten. Durch einfache Materialien, verständliche Anleitungen und offene Mitmachmöglichkeiten entstand ein Zugang zu MINT-Themen, der ohne Vorwissen möglich war und gleichzeitig viel Freude bereitete.
Durchgeführt wurde das Programm von MINT-Begleiterinnen und MINT-Begleitern, die am Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung für die Durchführung von Workshops geschult wurden. Federführend betreut Laura Kovac das Projekt am ZLB. „Uns ist wichtig, Kindern zu zeigen, wie spannend und alltagsnah MINT-Themen sind. MINT beginnt nicht erst im Labor oder im Klassenzimmer – sondern überall dort, wo Kinder neugierig sind, etwas ausprobieren und eigene Ideen entwickeln. Genau diesen Zugang möchten wir ermöglichen: und zwar für alle“, sagt Laura Kovac. Besonders sichtbar wurde dieser inklusive Ansatz auch durch die Beteiligung eines MINT-Begleiters, der selbst Fluchterfahrung hat. Er betreute die Angebote am Stand mit und hatte weitere Aktivitäten für die Kinder vorbereitet. So zeigt sich, dass Teilhabe bei Servus MINT nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch gelebt wird.
Der Stand machte sichtbar, dass MINT nicht kompliziert oder exklusiv sein muss. Schon mit Papier, Farbe, Wasser und Neugier lassen sich naturwissenschaftliche Phänomene entdecken. Servus MINT setzt genau hier an: Kinder sollen erleben, dass sie selbst ausprobieren, gestalten, beobachten und Fragen stellen können.
Damit war der Weltflüchtlingstag in Eichstätt auch zu einem Ort des gemeinsamen Forschens und Gestaltens. MINT-Angebote Brücken können Brücken bauen – zwischen Kindern, Familien und unterschiedlichen Lebenswelten.